Wie viel verdienten die besten Athleten bei der neuen Meisterschaft in Budapest?
Die erste Ultimate Championship des Leichtathletik-Weltverbands war vom 11. bis 13. September in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Gastgeber war das Nationale Leichtathletikzentrum, wo im Jahr 2023 auch die Weltmeisterschaft in der Leichtathletik stattfand. An drei Abenden kämpften die Athleten in 28 Disziplinen, vom Sprint bis zum Speerwurf.
Im Jahr 2026 gibt es weder Olympische Spiele noch eine Weltmeisterschaft in der Leichtathletik. Deshalb schuf der Verband einen neuen Wettbewerb für das Saisonende, mit den besten Athleten der Welt. Der Plan ist, diese Meisterschaft alle zwei Jahre auszutragen.
Anders als bei anderen Meisterschaften erfolgte die Teilnahme nur auf Einladung. Eingeladen wurden die Olympiasieger von Paris, die Weltmeister von Tokio und die Sieger der Diamond League dieses Jahres. Die übrigen Plätze gingen an die Athleten mit den besten Platzierungen in der Weltrangliste. In den Rennen liefen höchstens 16 Athleten, und in den technischen Disziplinen, wie den Sprüngen und Würfen, nur acht.
Doch die größte Neuheit der Meisterschaft war das Geld. Das gesamte Preisgeld betrug 10 Millionen Dollar, was ein Rekord für die Leichtathletik ist. Jeder Sieger bekam 150.000 Dollar, und Geld bekamen auch alle anderen Teilnehmer, sogar die Letzten. Verbandspräsident Sebastian Coe sagte, dass die Preisgelder eine große Veränderung für einen Sport seien, der oft wenig Geld hat. Die Sieger bekamen keine Medaillen, sondern besondere Pokale.
Auch die Regeln des Wettbewerbs waren anders als üblich. In den Sprintrennen gab es keine Vorläufe, sondern nur Halbfinals und Finals. In den Wurfdisziplinen hatten die Athleten nur vier Versuche statt der üblichen sechs. Einige Disziplinen, wie Kugelstoßen und Diskuswurf, fehlten ganz im Programm.
Der schwedische Stabhochspringer Mondo Duplantis, der Weltrekordhalter, gewann mit 6,20 Metern und bekam 150.000 Dollar. Die Amerikanerin Melissa Jefferson-Wooden gewann die Rennen über 100 und über 200 Meter. Über 100 Meter lief sie 10,62 Sekunden, eine der schnellsten Zeiten der Geschichte, und über 200 Meter lief sie 21,47 Sekunden. Der Norweger Jakob Ingebrigtsen gewann das Rennen über 5000 Meter, vor dem Amerikaner Cole Hocker, dem amtierenden Weltmeister. Bei den Männern über 200 Meter siegte der Amerikaner Kenny Bednarek, und die meisten Siege insgesamt holten die Athleten aus den USA.